Rückblick 2020

Vorbereitungsteam
Bildrechte: Sabine Schlagbauer

​Weltgebetstag der Frauen am 6.3.2020

Rund 60 Frauen aller Konfessionen feierten am verganenen Freitag im katholischen Pfarrheim den Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen.

In diesem Jahr stand Simbabwe im Fokus des Abends. Trotz aller Unwegsamkeiten und Benachteiligungen in ihrem Leben wollen die Frauen aus Simbabwe am Gebet festhalten und uns auffordern nach Gottes Wort zu handeln. Ein eingespieltes Team von Frauen hat den Abend wieder liebevoll vorbereitet und gestaltet. Neben vielen Informationen über das Land stand die Geschichte des Gelähmten am Teich von Bethesda im Vordergrund, das wir von vielen Seiten beleuchtet haben.

Die Anwesenden bewiesen großes Talent beim sponten Mitsingen der Lieder aus Simbabwe und wurden anschließend auch mit Kulinarischem aus dem Land verwöhnt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Abend gestaltet haben und verbunden mit Frauen auf der ganzen Welt mit uns gefeiert haben.

 

 Installation Pfarrerin Sabine Schlagbauer am 1.3.2020

Predigt
Bildrechte: Harald Müller

Bei der Installation von Pfarrerin Sabine Schlagbauer als offizielle Seelsorgerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Burgsinn durch Dekan Till Roth standen die Offenheit, Ökumene und Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Fokus aller Gratulanten. Organist Wolfgang Rausch, der Posaunenchor unter Leitung von Matthias Dobler sowie der ökumenische Singkreis mit Bruno Fridrich hatten den musikalischen Part übernommen.

Dekan Roth machte in der Einführungsansprache in der Dreieinigkeitskirche deutlich, dass er die sympathische junge Frau nach dreijähriger Probezeit als Pfarrerin auf Lebenszeit bestellen und ihr auch die Pfarrersstelle von Burgsinn übertragen darf. Neben der gemeindlichen Aufgabe ist sie weiterhin zu 25% für die Dekanatsjugend zuständig. Dekan Roth gefalle Schlagbauers frische zupackende Art und er schätze die neuen Ideen. Die Dekanatsseniorin Pfarrerin Barbara Weichert (Zeitlofs) verlas die von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterzeichnete Installationsurkunde.

Gratulanten
Bildrechte: Edith Roth

Nach der von Ihrem Partner Marius Müller eingespielten Titelmelodie des Mafiafilms "Der Pate", stieg Pfarrerin Schlagbauer in die Predigt ein. In dem Film sagt Don Corleone, "Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann". Und mit dieser Offerte fand die Pfarrerin den Einstieg in die Predigt. So habe der Kirchenvorstand "ja" zu ihrem Angebot gesagt, als sie versprach, in Burgsinn zu bleiben. Sie warnte aber auch vor oft Angeboten, die sich oft als Mogelpackung herausstellen. Doch Gottes Angebot auf Versöhnen stehe felsenfest, gelte ein ganzes Leben und sei sicher keine Mogelpackung.

Mitglieder des Kirchenvorstands sprachen mit dem katholischen Pastoralreferenten Thorsten Kapperer die Fürbitten.

Beim anschließenden Empfang im Foyer der Sinngrundhalle, den Vertrauensmann Norbert Rösch moderierte und der ökumenische Singkreis musikalisch gestaltete, meinte Landrat Thomas Schiebel, dass Kirche und Politik nicht weit auseinander seien und dass sich die Kirche zu vielen Themen äußern müsse. Verschmitzt erinnerte MdB Bernd Rützel Dekan Till Roth, dass eine dreijährige Probezeit arbeitsrechtlich nicht angehe. MdL Thorsten Schwab bekannte sich als Katholik, sei jedoch völlig ökumenisch unterwegs. 

Feier im Foyer
Bildrechte: Edith Roth

"Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit", so Thorsten Kapperer. Für ihn sei wichtig, dass Christen aufeinander zugehen und die Ökumene großschreiben. Pfarrerin Weichert freute sich namens des Pfarrkapitels auf das "gute, neue, Energie ausstrahlende Wesen". Robert Herold gratulierte gleich dreifach: Er überbrachte die Glückwünsche des Marktgemeinderates, Vereinsrings und als Bürgermeister. Er attestierte der Pfarrerin den offenen Zugang und gelebte Ökumene. Diese dankte im Gegenzug für die eben beschlossenen Spenden von je 10 000 Euro für die beiden Burgsinner Kirchen.

Pfarrhühner
Bildrechte: Edith Roth

Rienecks Bürgermeister Wolfgang Küber dankte für eine bislang ausgezeichnete Zusammenarbeit und lobte Schlagbauer für ihr Zupacken bei kritischen Angelegenheiten. Nachbarpfarrer Gunnar Zwing gab seiner jungen Pfarrerskollegin den Rat, nicht zu versuchen, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein und alle Wünsche zu erfüllen.

Während der Singkreis mit dem "Oh happy day" einen fulminanten Schlusspunkt setzte, überraschte der Kirchenvorstand mit einem Geschenk von lila Gummistiefeln und einem schwedischen Blumenhuhn, sowie einer Zwerg Wyandotte, die im Pfarrgarten grasen sollen und alsbald auch in die Eierproduktion einsteigen sollen.

Text nach Jürgen Gabel, Mainpost 3.3.2020

Alles in allem war der Tag ein gelungenes Fest mit vielen lieben Gästen aus nah und fern, der mir nur noch mehr Lust macht weiterhin im Sinngrund zu leben und zu arbeiten!

 

4. Burgsinner Faschingszug 2020

Faschingszug
Bildrechte: Marius Müller

Zwar ließ das Wetter zu wünschen übrig, aber dennoch ließen es sich rund 20 Vereine und Gruppen nicht nehmen beim diesjährigen 4. Burgsinner Faschingszug mitzulaufen.

Bollerwagen
Bildrechte: Sabine Schlagbauer

Schon im letzten Jahr brachte Pfarrerin Schlagbauer im Kirchenvorstand die Idee ein, dass doch bei so einer Gelegenheit auch die Kirche nicht fehlen darf. Nach einigen Überlegen beschlossen wir als "Bunter Tiergarten Gottes" auch mit dabei zu sein. Von Jung bis Alt fand sich eine kleine Truppe, die gerne mit unserem Leitvers aus 1. Mose 1,25: Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art" unsere Evangelische Gemeinde und natürlich auch die gewollte Vielfalt der Schöpfung präsentierte. Björn Walther ist unser bemaltes Kirchenhaus und der fahrbare Kirchturm mit echtem Geläut zu verdanken.

Wir freuen uns sehr, dass die Moderatoren an der Apotheke unsere Schar wohlwollend und freudig vorstellte und wir mit einem "Evangelische Kirche - Helau" an ihnen vorbei zogen. Nicht nur die Menschen am Wegesrand, die wir mit Süßigkeiten, Schaumküssen, Apfelsaft und Luftballons beschenkten, sondern auch wir Teilnehmenden am Zug hatten viel Spaß dabei.

 

Übergabe des Gedenksteines für den "DenkOrt Deportation 1941-1944" am 26. Januar 2020 in Rieneck

Stele, Gepäcksstücke
Bildrechte: Bernd Rützel

DenkOrt Deportationen: Am 26. Januar 2020 kamen im Rienecker Rathaus Interessierte und Gäste zusammen, um dem Schicksal der Juden in Rieneck zu gedenken. Auch hier wurden Menschen in osteuropäische Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert, nur weil sie Juden waren. Ein Rucksack und eine Deckenrolle aus Lärchenholz, sowie eine Stele aus Sandstein erinnern daran. Dieses Denkmal wird demnächst am Parkplatz in Rieneck errichtet. Der Rucksack und die Deckenrolle werden ebenfalls als Zweitausfertigung in Würzburg am Hauptbahnhof aufgestellt. Das Denkmal in Würzburg wird im April eröffnet. Unsere Aufgabe ist das Erinnern. Unter das größte Verbrechen der Menschheit darf es niemals einen Schlussstrich geben.

 

Mitarbeiterabend am 25. Januar 2020

Mitarbeiterdank
Bildrechte: Marius Müller

Wie schon seit einigen Jahren bedanken wir uns jedes Jahr im Januar bei unseren Mitarbeitenden mit einem gemütlichen und sehr leckeren Abend.

Rund 60 Mitarbeitende sind der Einladung gefolgt und verbrachten schöne Stunden im Chesselius Saal. Das reichhaltige Büffet wurde von Michaelis gerichtet und Mitglieder des Kirchenvorstandes trugen süße Nachspeisen bei.

 

Pfarrerin Schlagbauer ließ das vergangene Jahr mit einer Präsentation noch einmal revué passieren und Heinrich Kenner trug Erlebnisse aus seinem Leben vor und ließ sich das obligatorische gemeinsame Singen nicht nehmen.